Aconitum-Drogen

Aconiti Radix cocta (praeparata) (zhi chuan wu), Aconiti lateralis Radix praeparata (fu zi) und Aconiti kusnezoffi Radix cocta (praeparata) (zhi cao wu) sind essentielle Drogen der Chinesischen Arzneitherapie (CA). Daneben spielt noch Aconiti coreani Radix praeparata (zhi guan bai fu) eine gewisse Rolle. Diese Spezies zählen zu den hochtoxischen Drogen der Chinesischen Medizin und viele Todesfälle in China und Hongkong – hier vor allem in der Zeit ohne Regulation der Chinesische Medizin unter britischer Verwaltung - sind dadurch zu beklagen. Diese Fälle sind jedoch weitgehend auf Fehlanwendungen wie eine unzureichend vorbehandelte Droge oder Überdosierungen, oft unter volksmedizinischen Bedingungen, zurückzuführen [1]. Aconitum-Knollen werden im südlichen China in teilweise erheblichen Quantitäten auch als Lebensmittel konsumiert, mit entsprechenden Folgen [2].

Über die Aristolochia-Nephropathie

Aus: Deutsche Zeitschrift für Akupunktur 43(2000), 187-197
Axel Wiebrecht

Zusammenfassung:

Durch Veröffentlichungen im Deutschen Ärzteblatt und im SPIEGEL und dem dadurch ausgelösten Nachhall in diversen Blättern oder Verlautbarungen erlangte die mögliche Nierenschädlichkeit traditioneller chinesischer Pharmaka in Deutschland eine größere öffentliche Aufmerksamkeit. Dabei offenbarte sich eine merkwürdige Mischung aus Wahrheit, Falschmeldungen, Verwechslungen, Fehlinterpretationen und Unwissen.

FDA verbietet Ephedra in Nahrungsergänzungsmitteln

aus: Deutsche Zeitschrift für Akupunktur 47(2),2004,54-56

Axel Wiebrecht

Am 6. Februar 2004 veröffentlichte das FDA ein Verbot von Nahrungsergänzungsmitteln, die Ephedrinalkaloide, wie Ephedrin oder Pseudoephedrin, enthalten. Darunter fallen Ephedra (MA HUANG), aber auch Pinellia ternata (BAN XIA) und Sida cordifolia, das in der ayurvedischen Medizin und in Afrika verwendet wird. Das Verbot tritt 60 Tage nach der Veröffentlichung in Kraft. Das FDA stellt explizit fest, dass Traditionelle Chinesische Heilmittel nicht betroffen sind. Das Verbot finde auch grundsätzlich keine Anwendung auf Produkte wie Kräutertees, die in den USA den Status konventioneller Nahrungsmittel genießen.